Die Haut

Medizinische Aspekte

 

Die Masse unserer Haut erreicht rund 1/4 unseres Körpergewichtes und um-spannt unser Innerstes mit einer Fläche von durchschnittlich 1,5 m² bis 2 m². Auf nur 1 cm² verteilen sich rund 6 Millionen Zellen und bilden ca. 5000 Sinneskörper, 4 Meter Nervenfasern, 200 Schmerzpunkte, 100 Schweißdrüsen, 15 Talgdrüsen, 12 Kältepunkte, 5 Haare und 2 Wärmepunkte, die notwendige Versorgung wird mit über 1 Meter Venen und Arterien erreicht.

Grundlegend wird unsere Haut in 3 Schichten unterteilt:

Die Lederhaut (Dermis), die innerste Schicht ist ein ca. 1 mm dickes Geflecht aus elastischem Bindegewebe, reich durchblutet und mit Sinneskörperchen sowie Nervenfasern versehen.
Starre Collagen- und dehnbare Elastinfasern sowie die zwischen ihnen eingelagerten, wasserreichen Quellmoleküle (Glycosaminoglykane) sorgen für die notwendige Elastizität. Alle drei Komponenten werden von den Bindegewebszellen (Fibroblasten) produziert. Alterungserscheinungen (Falten, schlaffe Haut) sind auf Strangbrüche und Zusammenhaften der Fasern und einer verminderten Wasseraufnahme-fähigkeit der Quellfasern zurückzuführen. Haarwurzeln, Talgdrüsen und Schweißdrüsen gehören zur Oberhaut und sind in die Lederhaut eingesenkt.

Die Oberhaut (Epidermis), vernetzt sich über eine Schicht von ca. 0,1 mm mit der Lederhaut. Dieses verzahnte Gefilde verschafft die notwendige Stabilität und sorgt für die Nähr- und Sauerstoffversorgung. Den Sockel der Oberhaut bilden Zellen am Grunde dieser Hautschicht, sie produzieren fortlaufend neue Hautzellen (Keratinozyten), die in ihrer kurzen Lebenszeit Fettsubstanzen für die Hautbarriere und den Faserstoff Keratin produzieren. Unsere Immun- und Stoff-wechselregulation erfolgt durch Botenstoffe, welche ihren Ursprung hier finden.
Auch den Ursprung unserer Hautbräune finden wir hier, die Melanozyten der Transformer von Aminosäuren zu Melanosomen. Unsere Hautzellen sterben nach nur rund 2 Wochen ab und bilden als Hornzellen (Corneouyten), vernetzt durch Lipide, die Hornschicht.

Der Hornschicht (Stratum corneum), abgestorbenen Zellen, schenken wir unser gesamtes Augenmerk, sei es Farbe oder dimensionalen Eindrücke, welche sich durch Schichtdicken von ca. 0,02 mm bis zu 10 mm (Schwielen) darstellen. Diese abgestorbenen Hautzellen (Corneozyten) und dazwischen liegende Fettsubstanzen (epidermale Lipide) schützten uns vor Wasserverlust (Austrocknung) und Reizstoffen, Allergenen sowie Krankheitserreger.

Zur Aufrechterhaltung vorgenannter Schutzfunktion bedient sich die Hornschicht eines Säureschutzmantels, welcher sich in einem pH-Wert ausdrückt. Dieser natürliche Säuremantel erfüllt bei 5,5 die optimale Barrierefunktion. Der Austrocknung wirken natürliche Feuchthalte-faktoren (Natural Moisturizing Factor-NMF) entgegen und erreichen einen zusätzlichen Schutz vor Austrocknung.

Bislang beschränkte man sich bei der Dosimetrie (Bestimmung der Besonnungs-zeit) auf rein visuelle (optische) Eindrücke, sei es mit dem Auge vorrangig Hautfarbe oder mittels Technik im visuellen Bereich (Messung mit roter, grüner, gelber und blauer Strahlung). Das Resultat bezieht sich in beiden Fällen auf tote Materie, abgestorbene Hautzellen, die eine Bande zur Umwelt bilden.

Die Ausbildung der Bräune durch UV-Strahlung er-

folgt aber in tieferen und lebenden Zellstrukturen, für unser Auge und auch für visuelle Messtechnik unsichtbar. Die Relevanz der Farbe unserer Hornschicht und die Schlussfolgerung einer Besonnungszeit ist genauso unrelevant, wie der Schutz vor UV-Strahlung mittels Selbstbräuner (Peptite die in die Hornschicht eingebracht werden). Bräune ist ein Abfallprodukt eines komplexen Abwehrmechanismus zum Schutz unseres Körpers.

Die nebenstehend dargestellte Melanozyte wandelt in der Basalzellenschicht der Epidermis, unter Einfluss von UV-Strahlung, Aminosäuren zu Melaninvorstufen. Die fingerartigen Ausstülpungen (Dendriden) der Melanozyte transportieren diese Melaninvorstufen zu den anhängigen Keratino-zyten. Hier umschließt nun das zum braunen Pigment oxydierte Melanin den Zellkern, und schützt somit die im Zellkern befindliche DNA (Erbsubstanz) vor UV-Strahlung (Lichtschwiele). Trifft UV-Strahlung auf diesen Zellkern, führt dies zu einer Schädigung der Erbsubstanz; im positiven Fall stirbt die Zelle, im negativen Fall beginnt eine riskante Zellwucherung.

Die Komplexität der natürlichen Bräune wird in SkinControl durch elementare Physik transparent und messbar.

Die Unrelevanz der Hautfarbe bleibt bei dem Messverfahren von SkinControl sekundär, primär erfolgt die Bestimmung der Schichtdicke der Haut (Pigmentation Lichtschwiele), der Abwehrfunktion unserer Haut gegen UV-Strahlung. Bisherige Messverfahren erreichen lediglich eine Farbmessung (visuelle Farbeindrücke) und leiten daraus eine Abwehrfunktionen ab. Weiterhin ermittelt SkinControl den Anteil von Melanin-vorstufen, die hieraus resultierenden Parameter ermöglichen eine exakte Bestimmung der Schwellendosis, eine Dosis die zur Grundlage hat, Bräune zu erreichen - fern von Erythembildung.

Erythembildungen ziehen Zellschädigungen und Zeller-neuerungen nach sich und letzteres wirkt einer Bräune entgegen.
SkinControl berechnet den Bestand von Nährstoffen in der Haut, welche zur Pigmentbildung notwendig sind.

SkinControl ermittelt die Schwellendosis an jenen Parametern die unsere Haut vorgibt; Parameter die optisch undefinierbar sind und die Basis einer tiefen Bräune bilden.

Die Komplexität der Entstehung von Bräune wird schematisch durch die Darstellung der 3 elementaren Wirkungsspektren (1 UV-Erythem, 2 direkte Pigmentierung und 3 verzögerte Pigmentierung) transparent. Die verzögerte Pigmen-tierung verläuft im fast identischen Wirkspektrum des UV-Erythems.

Wirkungsspektrum für das UV-Erythem (1),
die für die direkte (2) und für die
verzögerte Pigmentierung (3)(Quelle: UV-Fibel)

Dies verdeutlicht den direkten Zusammenhang von Erythembildung und Bräu-nung der Haut.

Die direkte Pigmentierung hingegen hat ihr Wirkspektrum im mittelwelligen UV-B-Bereich und dehnt sich bis in den Blaulichtbereich aus.
Letztendlich bringt jede kosmetische Besonnung sowohl die positiven als auch negativen Aspekte, sei es die Pigmentneubildung (Wirkspektrum der verzögerten Pigmentierung), die Sonnenbrandbildung (Wirkspektrum des UV-Erythems) und die Hautalterung (Wirkspektrum der direkten Pigmentierung) mit sich. Denn nur die Symbiose aller Wirkspektren führen auch zur Bräunung.
Eine Dezimierung der Risiken kann nur durch eine exakte Dosierung jeder ein-zelnen Strahlungsdosis (Limitierung der Besonnungszeit) erreicht werden.

Die oftmals gewünschte sofortige Bräune, nach einmaliger Besonnung, ist nur in einem sehr geringem (kaum sichtbaren) Maße möglich. Bräune entsteht aus dem Zusammenspiel der Pigmentneubildung und der direkten Pigmentierung.
Dies benötigt nicht nur Minuten und Stunden sondern Tage.

Bräunung ohne Sonnenbrand
(Quelle: Akademie für Besonnung (AFB)

So zeigt das UV-Erythem bei erstmaliger Besonnung eine hohe Wirkfunktion, jedoch reduziert sich diese nach 3 Besonnungen erheblich. Dies verdeutlicht das hohe Risiko, denn gerade bei Neukunden führt dies häufig zur Überdosierung und Sonnenbrand.

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